Erdkruste - BLOG - Autorenseite Frederik Heimdall

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Erdkruste

Herausgegeben von in Allgemeines ·
Bei den Recherchen zu dem Buch »Dunkler Winter 2026« wurde mir klar, wie dünn und instabil eigentlich der Teil der Erdkruste wirklich ist, den wir bewohnen. Zum Glück scheinen aber für den Planeten Erde völlig andere zeitliche Dimensionen zu zählen, als für die Geschichtsschreibung der Menschheit.

Nur ist dies wirklich so?

Denkt man an versteinerte Muscheln und Korallen auf der Schwäbischen Alb, kann man sich schnell mit dem Gedanken an weit über 100 Millionen Jahre retten, die seit dem Rückzug des Urmeeres vergangen sind.

Ungefähr 40.000 v.Chr. drang der Homo sapiens nach Europa vor, da explodierten die phlegräischen Felder bei Neapel mit einem VEI von 7 (Vulkanexplosivitätsindex). Der Sedimentauswurf damals entsprach mehr als dem 200-fachen des Ausbruchs des Mount St. Helens von 1980. Den Vormarsch unserer Vorfahren hat das allerdings nicht aufgehalten.

Der letzte ernsthafte Ausbruch des Thera, das Archipel heißt heute Santorin, datiert mit dem Jahr 1613 v.Chr. in die frühe Bronzezeit. Eine ganze Weile gingen Historiker fälschlicherweise davon aus, dass dieser Ausbruch das Ende der minoischen Kultur bedeutete. Aktuelle Erkenntnisse sprechen mittlerweile aber dagegen.

Südlich von Europa liegen drei Mikroplatten, die durch die Trift Afrikas nach Norden destabilisiert werden. Was hätte die Menschheit zu erwarten, wenn entlang dieser strukturell schwachen Zone neben den zwei eben genannten Calderen weitere Vulkane ausbrechen?

Und Vulkane gibt es im Mittelmeerraum sehr viel mehr, als ich es mir anfangs vorstellen konnte!


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